Brecht Handbuch: Band 1: Stücke, 1st Edition by Jan Knopf (eds.)

By Jan Knopf (eds.)

"Vierzig Jahre, und mein Werk ist der Abgesang des Jahrtausends", schrieb Bertolt Brecht 1920. Am Beginn des neuen Jahrtausends hat sich die überragende Bedeutung Brechts nicht nur für die deutsche Literatur, sondern auch für die Weltliteratur erwiesen. Das "Brecht-Handbuch" wird nun in vollständig neu bearbeiteter und erweiterter shape vorgelegt. Es basiert auf dem Wissensstand der Großen Berliner und Frankfurter Ausgabe der Werke Bertolt Brechts (1988-2000), und es bietet in fünf Bänden eine Einführung in das Gesamtwerk, präsentiert den aktuellen Forschungsstand, stellt ein benutzerfreundliches, leicht überschaubares und zuverlässiges Nachschlagewerk dar. In über 250 monographisch angelegten Einzelartikeln, von mehr als 50 Brecht-Forschern des In- und Auslands erarbeitet, werden Überblicke über Zeitabschnitte des Brechtschen Schaffens und Stilentwicklungen gegeben.

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Die abgelebte Herrschaftsklasse. Anders als bei Molière sind es daher nicht die eigenen Standesgenossen, die den Helden verfolgen und in die Enge treiben. Bei B. repräsentieren sie, zusammen mit Don Juan, die parasitäre Klasse. Es sind vielmehr die in den neuen, kämpferischen Gebrauchsformen des Ruders unterwiesenen Plebejer, die dem trägen Parasiten ›Beine machen‹, und die jungen Leute aus dem Volk, die »das Parasitäre seines Glanzes« (GBA 24, 26 Die Bearbeitungen S. 415) durchschauen und verspotten, von denen die Handlung vorangetrieben wird.

Unter den Aspekten der konkreten Anlässe der Bearbeitung, der Handlungsführung, Figurenkonzeption und der sprachlichen Gestaltung stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Prä-Text und Text immer auch als Frage nach der Originalität, weil sich alle genannten Werke im Prozess fortgesetzter Bearbeitung von ihren Vorlagen entfernten. Über die Umarbeitung des Baal hatte B. am 28. 4. 1919 an Jacob Geis geschrieben: »Jedenfalls hat Baal viel gewonnen [ … ], es sind Szenen ganz umgeändert, andre rausgeschmissen, etliche eingefügt.

Ihre Technik, durch Illusionierung den Zuschauer emotional auf den leidenden Helden zu beziehen und Mitleid zu provozieren, bezweckt Reinigung der Leidenschaften, wie Lessing in Auseinandersetzung mit der Katharsis-Lehre des Aristoteles in der Hamburgischen Dramaturgie und zuvor im Briefwechsel über das Trauerspiel mit Mendelssohn und Nicolai ausgeführt hatte (vgl. Barner, S. 174–193). B. führte diese Überlegungen in den »Katzgraben«-Notaten und in der Dialektik auf dem Theater fort. Die Paradigmen, auf die sie sich beziehen, repräsentieren beide Formen des Dramas, Komödie und Tragödie.

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